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IM WANDEL DER ZEIT
Überblick & kurz erzählte Geschichte
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Großmachtpolitik
Die Eroberung des Aargaus 1415
Weil der österreichische Herzog gegen den Willen des Kaisers den abgesetzten Papst Johann unterstützte, wurde über ihn die Reichsacht verhängt. Darum forderte der Kaiser die Eidgenossen auf, das österreichische Stammland, den Aargau zu besetzen.
Das Schloss Baden bezwangen die Eidgenossen gemeinsam. Deshalb wurde das Gebiet um Baden zur „Gemeinen Herrschaft“, d. h. von den eidgenössischen Ständen gemeinsam verwaltet (regelmässige „Tagsatzung“ in Baden).
Der Alte Zürichkrieg - ein Bruderkrieg
Beim Wettlauf um die Erbschaft des letzten Grafen von Toggenburg gerieten die Schwyzer in den Interessenbereich Zürichs.
Rudolf Stüssi, der draufgängerische Bürgermeister von Zürich, strebte danach, die Gebiete zwischen Zürich und Chur in seine Hand zu bringen (wichtige Handelsstrasse nach dem Süden).
Ital Reding, der schlaue Landammann von Schwyz, richtete sein Auge ebenfalls auf dieses Gebiet, weil es den Schwyzern als reiches Kornland sehr nützlich sein konnte.
Zürich verhängte eine Lebensmittelsperre gegen Schwyz. Beide Parteien unternahmen mit ihren Kriegsflotten Raubzüge entlang den Ufern und lieferten sich Gefechte. Als alle eidgenössischen Stände auf die Seite der Schwyzer traten, verbündete sich Zürich mit Österreich-Habsburg.
Vor den Toren Zürichs, bei St. Jakob an der Sihl, erlitten die Zürcher 1443 eine schwere Niederlage. Stüssi fiel im Kampf.
Man bemühte sich umsonst um einen Frieden. Den Zürchern war ein einziger Stützpunkt ausserhalb der Stadt geblieben: Greifensee. Die Eidgenossen belagerten das Städtchen und liessen die Besatzung nach der Übergabe erbarmungslos enthaupten. Diese Bluttat lastete noch lange auf dem Gewissen der Eidgenossen.
Nun richtete Kaiser Friedrich III. (ein Habsburger) ein Hilfsgesuch an den französischen König. Diesem bot sich so die Gelegenheit, ein ihm überflüssiges Söldnerheer- die Armagnaken - ausser Landes zu schieben.
Der Burgunderkrieg (1476)
Karl der Kühne von Burgund wollte sein zerstückeltes Herzogtum in ein zusammenhängendes Königreich umwandeln. Darum griff er sofort zu, als ihm der österreichische Herzog Siegmund das Elsass als Pfandland für eine Summe von 10'000 Gulden anbot. Karl der Kühne wollte dann die Pfandländer nicht mehr herausgeben.
Herzog Karl der Kühne von BurgundAls Karl der Kühne sein Heer sammelte, standen plötzlich die Eidgenossen dem mächtigen Burgund allein gegenüber. Der französische König, der deutsche Kaiser und auch der österreichische Herzog Siegmund hatten sich schnell mit Karl dem Kühnen versöhnt. Der Hauptstoss des burgundischen Heeres richtete sich gegen Bern.
Im Frühjahr 1476 zog Karl der Kühne über den Jura nach Grandson am Neuenburgersee, belagerte das Städtchen und liess die eidgenössische Besatzung hinrichten.
Die von Neuenburg heranmarschierten 18'000 Eidgenossen fielen darauf sein Heer mit solch verbissener Wut an, dass es in überstürzter Hast die Flucht ergriff und den Eidgenossen die unvorstellbaren Schätze des burgundischen Lagers überliess. Auch Karl wurde von den Fliehenden mitgerissen.
Drei Monate nach der Schlappe von Grandson bedrohte Karl von neuem Bern. Seine Absicht war es, Murten einzunehmen und dann gegen Bern vorzustossen.
Am 22. Juli wollte man dem Feind begegnen. Karl hatte nicht geglaubt, dass die Eidgenossen noch an diesem Tag angreifen würden. Doch ordnete er dann rasch seine Truppen. Da hörte auch der Regen auf, der die ganze Nacht in Strömen gefallen war, die Sonne schien durch die Wolken. Nach ihrem Schlachtgebet schritten die Eidgenossen unentwegt vor, trotz der grossen Verluste, welche die Geschütze in ihre Reihen rissen. Dann aber umgingen sie die feindlichen Linien, schnitten den Burgundern den Rückzug ab und drängten sie in den See.
Das stolze Heer Karls des Kühnen wurde zum grossen Teil vernichtet. Der Herzog selber konnte sich retten. Von seinen Leuten lagen über 10'000 auf dem Schlachtfeld.
Mit der Niederlage von Murten war die Macht Karls des Kühnen erschüttert. Nun konnte der Herzog von Lothringen daran denken, sein Herzogtum zurückzuerobern. 8000 Eidgenossen halfen ihm dabei. Bei Nancy (1477) verlor Karl der Kühne Schlacht, Reich und Leben.
Ein Merkvers: Karl der Kühne verlor bei Grandson das Gut, bei Murten den Mut und bei Nancy das Blut.
Die Tagsatzung von Stans 1481
Die Stadtkantone wollten Freiburg und Solothurn in den Bund aufnehmen, die Landkantone befürchteten aber eine Übermacht der Städte.
Es gelang dem Einsiedler Niklaus von Flüe, die Abgeordneten der Tagsatzung in Stans zu einigen.
Der Schwabenkrieg 1499
Vom bündnerischen Münstertal entlang der ganzen Rheingrenze entbrannte ein Krieg, der nach vier Monaten mit dem Sieg der Eidgenossen bei Dornach ein Ende fand. Die Schweiz war nun endgültig unabhängig geworden, was ihr aber erst 1648 (im Westfälischen Frieden) urkundlich bestätigt wurde.
Die Mailänder Kriege und Marignano 1515
DIE ARBEITSBLÄTTER
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Vom gleichen Autor:
www.mittelschulvorbereitung.ch
www.mittelschulvorbereitung.ch/englisch
www.mittelschulvorbereitung.ch/franz
www.sekundarschulvorbereitung.ch
www.deutschalsfremdsprache.ch
www.deutschunddeutlich.de
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20. Jahrhundert Ze(itgeschichte)
Weltkriege, Faschisten, Kommunisten, Atombombe, Kalter Krieg, Mondlandung
18. Jahrhundert Au(fklärung)
moderne Regenten, empirische Wissenschaft, technische und gesellschaftliche Revolutionen, Neue Welt
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